Israel – Und wie is‘ es?

Nun  ja, in Tel Aviv angekommen, stolperte ich zunächst mal in die größte Schwulenparade des Landes und fragte mich, wie es bei uns wohl wirken würde, wenn wir einen Davidstern auf eine Regenbogenfahne drucken würden. Hier ganz normal. Und meine erste Überraschung. Tel Aviv ist sehr modern und jung und ein bisschen unspektakulär, wie ich finde. Bauhaus überall, eine junge Szene und schon liebenswert. Mein Tel Aviv-Höhepunkt war, als sich beim Fußball-WM-Gucken am Strand Til Schweiger neben mich setze. Nun ja. Dennoch freute ich mich besonders auf Jerusalem und wurde nicht enttäuscht.  Jerusalem ist überwältigend. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht damit, dass ich Til Schweiger wiedertraf und wir lachen mussten, ob des Zufalls? – Nein. Das Leben, die Religionen, die Geschichte, die Gebäude, die unwahrscheinlichen Gegensätze, die Spannung und Ruhe gleichermaßen in der Stadt haben es mir sehr angetan. Der Fotoapparat lief heißt und ich wusste kaum, welche Fotos ich für diese Seite auswählen sollte. Mein Hotel lag mitten in Old Jerusalem und ich hatte meine Koffer 10 Minuten vom Damaskus-Tor aus zu tragen, da hier keine Autos fahren dürfen. Ganz unabhängig davon, dass mein erster Taxiversuch fehlschlug, weil mein jüdischer Taxikandidat nicht in das vornehmlich islamische Old Jerusalem fahren wollte. Dennoch war mein Hotel quasi auf Gewürzregalen errichtet und es roch den ganzen Tag nach allem, wonach es hier zu riechen hat. Der Tee war lecker, das Frühstück anders und 2 Uhr morgens schloss mein Hotel ab und wer da nicht drin hat, hatte eben Pech. Aber es ist schwer solange unterwegs zu sein, da besonders Old Jerusalem nicht gerade die Unterhaltungshochburg ist. Ich hatte Glück und es fand ein wunderschönes Lichtfest in Jerusalem statt.  Leider bin ich nicht nach Bethlehem und Nazareth gekommen, weil mich der Schmerz plagte. Dafür aber traf ich abends beim Peter Maffay Konzert neben meinem alten Fußballkumpel Til Schweiger auch noch ein paar andere Promis. Sicher wäre Nazareth interessanter gewesen als der tanzenden Kopf von Sabine Christiansen, aber wenigstens stimmte der Name. (Nicht Sabine, Ihr Klugscheißer!)

Also wie es ist? Ihr müsst dagewesen sein!  Vielleicht nicht in Tel Aviv aber ganz sicher in Jerusalem!

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