Kolumbien – nach sieben Tagen

Ich sitze auf dem Flughafen von Bogota und warte auf meinen Flieger nach Caracas. Das heißt, meine Woche in Kolumbien ist schon wieder rum. Also was hat sich von meinen drei-Stunden-Eindrücke vor einer Woche bewahrheitet? Also das Hevay-Metal eine Rolle spielt, konnte man ja sogar in Deutschland lesen, da es hier in meiner Zeit zu Ausschreitungen bei einem Metallica-Konzert gekommen ist. Das alles ein bisschen schmuddelig ist, stimmt teilweise. Denn mein Hotel lag mitten in Downtown, einer Ecke, wo man nachts einfach nicht rausgeht. Allerdings gibt es Gegenden wie „Zona T“ und „Zona Roso“, wo alles sehr gepflegt, sehr modern und sehr westlich ist. Schön, aber nicht mehr typisch. Was die Frauen und das Essen betrifft, so hatten meine „Flugbegleiter“ recht. Man kann wundervoll essen und die Frauen sind sehr schön und Interesssant. Ich durfte zum Beispiel eine wirklich bemerkenswerte junge Frau kennen lernen, mit der ich hoffentlich in Kontakt bleiben kann. Und da ich ja immer nach den Frauen in der Welt (von den männlichen Lesern und Freunden) gefragt werde: Im Gegensatz zu Rio sieht man hier weniger Top-Frauen, aber dafür ist die Dichte der schönen Frauen höher. Ich war jedenfalls beeindruckt. Und wie ist Bogota sonst so? Es gibt ein paar hübsche Macken der Kolumbianer. Zum Beispiel stehen überall Menschen rum, die günstige Telefonate anbieten. Dafür haben sie an eine Holzlatte bis zu 10 Handys an Ketten gelegt und nun kann man von da aus telefonieren. Dann haben alle Moped- und Motoradfahrer Leuchtwesten zu tragen, auf denen groß ihre Nummernschilder gedruckt sind. Und haben sie einen Sozius drauf, so hat der auch diese Weste an. Und das schärfste ist mir am Freitag passiert. Ich wollte in „Zona T“ schön essen und was trinken. Da bedeutete man mir, dass es heute in ganz Kolumbien keinen Alkohol gibt. Ich sah mich um und sah, dass alle an Säften und Wasser nippten. Selbst ein Irisch-Pub war alkoholfrei. Und diese vorübergehende Prohibition dauert ganze drei Tage. Und warum das? Weil heute, am Sonntag, Präsidentenwahlen sind. Und da hat man nüchtern zu erscheinen. Irre. Na gut, vielleicht hätten wir in Deutschland manchmal anders entscheiden, wenn man nicht sogar mit dem Bier in der Hand in die Wahlkabine dürfte.

Aber alles in allem kann ich zu einem Trip nach Bogota und Umgebung raten. Die Museen sind toll (Sehen sie sich mal Botero in voller Pracht an. Und das Goldmuseum muss man gesehen haben.) Die nicht weit entfernte Salz-Kathedrale in einem gigantischen Salzbergwerk ist wunderbar und das Nachtleben interessant. Und wenn man nicht blöd ist und vorsichtig bleibt, passiert auch nichts.

Nun gut, und jetzt auf nach Venezuela.

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