Melbourne vs. Sydney

Düsseldorf und Köln. Leipzig und Halle. Dresden und Leipzig. Berlin und der Rest der Republik. Solche meist leisen Zweikämpfe gibt es weltweit. So wie Thailänder Kambodschaner skeptisch ansehen, so wie Nicas auf Ticas von Nicaragua nach Costa Rica schauen, so läuft das auch auf der anderen Seite der Welt ab. Zwischen Sydney und Melbourne gibt es so ein kleines freundliches Gefecht. Und ich war nun auf beiden Seiten der Macht. Und wo fand ich es nun besser? Ach, ich weiß nicht. Bei den oben stehenden Vergleichen würde ich mich für Köln, Leipzig und Dresden entscheiden. Ich bin eher auf der Thailändischen Seite und auf der der Ticas. Doch hier? – Ich weiß nicht. Sydney mit seiner Harbour-Bridge und der Oper ist schon eine Traumstadt. Melbourne ist mit 100 Kilometern Durchmesser nun auch nicht gerade eine Kleinstadt und hat wahrlich eine schöne Innenstadt. Beide liegen am Meer, in beiden lässt es sich hervorragend leben. Die Menschen begegnen einen hier wie da mit einem entspannten „No worries“ und alles geht einen coolen, wenn auch sehr großstädtischen Gang. In beiden Städten wird man mehrheitlich von Indern im Taxi gefahren und von Chinesen in den Supermärkten bedient. Deutsche liebt man queraustralienbeet. Teuer sind beide Städte über die Maßen und die Kultur wir in beiden Städten groß geschrieben. Essen kann man überall gut und beide Städte haben eine lebendige Szene bei Tag und bei Nacht und beide Städte liegen echt am Arsch der Welt. Von unserem kleinen Standpunkt aus gesehen. Also was nun? Ach naja, man muss sich ja nicht immer entscheiden, nicht immer Partei ergreifen. Ich bin hier die Schweiz und erkläre beiden australischen Metropolen den Frieden.

No worries!

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