Wohlfühlen in Kambodscha

Kambodscha fühlte sich an, als sei ich von Seide umhüllt. Die Menschen sind warm und herzlich und wollen wenig dafür. Das Essen ist großartig, die Nächte sind wie samt. Ich fühlte sofort in Phnom Penh, was ich vergangenes Jahr in Thailand fühlte. Kambodscha tat mir von der ersten Minute an gut. Aber da sind mächtige Risse in Samt und Seide. Wer Kambodscha besucht, kommt an Pol Pot und seinen drei Millionen Toten in nur knapp vier Jahren ebenso wenig vorbei wie an dem, aus geschichtlicher Sicht, gerade erst beendeten Bürgerkrieg. Wer als Deutscher auf den Killing Fields bei Phnom Penh steht, fühlt sich an die schwarzen Kapitel unserer Geschichte erinnert. Entscheidend ist aber die zeitliche Nähe. Die wird einem bewusst, wenn man nach einem Regenguss auf den Knochensplittern und Zähnen steht, die es eben wieder nach oben gespült hat. Doch da ist natürlich auch Siem Reap mit seinen unfassbaren Tempeln. Allen voran natürlich ganz besonders Angkor Wat. Wieder eines der neuen 7 Weltwunder. Und wieder zu recht. Ich erlebte einen ähnlichen Schauer der Gefühle, der Andacht und der Überwältigung wie zwei Wochen zuvor in Petra in der Jordanischen Wüste. Atemberaubend, wunderschön und beeindruckend. Ein, nein, das Muss in Kambodscha. Nur im Gegensatz zu Jordanien hatte ich hier ein anders Schlussgefühl. Sollte man Jordanien wegen Petra unbedingt mal besuchen und zum Beispiel Amman nur so mitnehmen, weil man natürlich irgendwo landen muss, so ist Angkor Wat ein wundervoller I-Punkt auf ein so herzerfrischendes Land wie Kambodscha. Dieses Land und seine Menschen haben es mir wirklich angetan und werden mich wiedersehen.

Einen dicken Weltreisekuss nach Kambodscha!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.