Leben in Buenos Aires

2009 und 2011 bin ich bereits in Argentinien gewesen. Ich hatte mich sofort besonders in Buenos Aires und in den Stadtteil San Telmo verliebt. Ich wollte unbedingt noch einmal wiederkommen. Doch zunächst lebte ich ein paar Jahre in Bangkok, verbrachte mehr Zeit in Tokio, Kapstadt, Costa Rica und Panama. Zwischendurch durfte ich noch ein bisschen reisen. Doch es gab auch eine längere, bittere Pause in Dresden, weil mir jede Chance zu reisen genommen wurde. Kein Geld, keine Jobs, keine Anerkennung, keine Chance, kein Ende eines unverdienten Skandals. Doch dann holte ich mir alles zumindest soweit zurück, dass ich nach Buenos Aires aufbrechen konnte um nun hier zumindest Monate zu verbringen. Monate? 

Und zugegeben, der stetige fallende Peso macht es einem aktuell sehr leicht, hier sehr kostengünstig und gut zu leben. Viel, viel günstiger als in der Heimat zu bleiben. Aktuell sogar günstiger als in Thailand zu sein. Zumindest für jemanden, der in Euros oder Dollar denkt. Für die Menschen hier ist die Situation der ewigen Inflation und der wirtschaftlichen Probleme natürlich weit weniger amüsant. Corona tut ein Übriges, und Argentinien hatte über viele Monate extrem strenge Maßnahmen zu erdulden. Aktuell ist die Situation entspannter, aber wer weiß schon, was wird. Niemand!

Und dann traf ich zu allem Glück auch noch Dinorah. Eine bezaubernde Frau aus Venezuela. Mein Motto war immer: Ich reise um die Welt, bis mich die Liebe findet. Und was soll ich sagen, nun bin ich halt doch länger in Buenos Aires. Auch wenn für uns beide Argentinien nicht das finale Ziel sein wird, denke ich, noch ein bisschen zu bleiben. Aber wenn uns alle 2020 eines gelehrt hat, dann, dass Pläne oft nix wert sind. Da drücken wir uns selbst doch mal die Daumen. 😉  

Übrigens, auch ohne eine solche bezaubernde Frau oder einen passenden Mann lohnt sich Buenos Aires, loht sich Argentinien. Hier ein paar Impressionen meiner bisherigen Zeit am beinahe untersten Zipfel Südamerikas. Vielleicht ja als kleine Anregung für Ihre tolle Reise (nach Corona) in dieses recht interessante Land. Hasta pronto. 

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